Bausparen

Einen Bausparvertrag schließt ein Anleger mit einer Bausparkasse ab. Er dient für die Finanzierung von Wohneigentum. Die vereinbarte Bausparsumme wird zu einem festgelegten Prozentsatz angespart. Der zur Vertragssumme fehlende Anteil wird von der Bausparkasse als Bauspardarlehen gewährt. So ist gewährleistet, dass der Bausparer bei der Zuteilung die vereinbarte Bausparsumme erhält.
Bei einem Bausparvertrag können bei entsprechendem Einkommen eine Wohnungsbauprämie und eine Arbeitnehmersparzulage gewährt werden.
Die Bausparkassen bieten unterschiedliche Tarife an. Bei Standardtarifen können die Laufzeiten bis zu 20 Jahre gehen, die Ansparzeit beträgt davon meistens 8 Jahre.
Aber auch ein Bausparvertrag hat entsprechende Vor- und Nachteile.

Vorteile beim Bausparen:
- Es ist eine hohe Beleihung möglich.
- Nachträgliche Eintragung ins Grundbuch.
- Es gibt eine große Auswahl an Zinsen.
- Die Höhe der anfallenden Zinsen steht fest.
- Es können entsprechende Sonderzahlungen getätigt werden, ohne dass dabei Vorfälligkeitszinsen fällig werden.
- Bausparer mit niedrigem Einkommen erhalten eine Arbeitnehmersparzulage und ggf. eine Wohnungsbauprämie.

Nachteile beim Bausparen:
- Es gibt viele und lange Zuteilungsfristen.
- Bei Zuteilungsreife kann es noch einige Monate bis zur endgültigen Auszahlung dauern.
- Bei einem kurzfristigen Immobilienwunsch ist ein Bausparvertrag völlig ungeeignet.
- Es entsteht eine Abschlussgebühr.
- Wird das Darlehen in Anspruch genommen, entstehen weitere Gebühren.
- Durch die relativ kurze Tilgungsdauer entsteht eine sehr hohe Belastung.
- Bei manchen Abschlüssen wird eine Restschuldversicherung verlangt.
- Während der Ansparphase bekommt man nur sehr geringe Zinsen.
- Bei einer Vorfinanzierung sind hohe Zinsen fällig.
- Ein Bausparvertrag bietet eine sehr schlechte Transparenz.