Bericht zu den Ergebnissen der Umfrage über den Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen des Eurowährungsgebiets zu Finanzmitteln – April bis September 2013

Europäische Zentralbank - EZB

  • Kundenakquise und Zugang zu Finanzmitteln nach wie vor größtes Problem für KMUs im Euroraum
  • KMUs melden eine geringfügige Verschlechterung der wahrgenommenen Verfügbarkeit von Bankkrediten
  • Umfrage deutet – bei nach wie vor erheblichen Unterschieden in den einzelnen Ländern – auf eine Zunahme der Zinsen für KMUs hin

 

Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlicht heute ihren neunten Bericht zu den Ergebnissen der Umfrage über den Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) des Euro-Währungsgebiets zu Finanzmitteln („Survey on the access to finance of small and medium-sized enterprises (SMEs) in the euro area“). Die Erhebung wurde – mit Ausnahme der Slowakei, wo sie eine Woche länger dauerte – vom 28. August bis zum 4. Oktober 2013 durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 8 305 Unternehmen befragt, von denen 7 674 (d. h. 92 %) zu den KMUs zählen, da sie weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen. Der Bericht enthält in erster Linie Angaben zu Änderungen der Finanzlage und des Finanzierungsbedarfs von KMUs im Eurogebiet sowie zu deren Zugang zu Finanzmitteln im Vergleich zu Großunternehmen in den vorangegangenen sechs Monaten (d. h. von April bis September 2013).

Von April bis September 2013 meldeten die KMUs im Euroraum per saldo einen gestiegenen Bedarf an Bankkrediten. Die Differenz zwischendem Anteil der Unternehmen, die einen Anstieg ihres Bedarfs an Bankkrediten meldeten, und dem Anteil der Unternehmen, die einen Rückgang angaben, belief sich wie in der vorangegangenen Umfrage auf 5 %. Den Antworten der KMUs zufolge kam es darüber hinaus zu einer leichten Verschlechterung der Verfügbarkeit von Bankkrediten (per saldo -11 % der Teilnehmer, verglichen mit -10 % in der letzten Umfrage). Die Ergebnisse der Umfrage deuten darauf hin, dass die Ablehnungsquoten bei der Beantragung von Bankkrediten durch KMUs im Eurogebiet etwas gestiegen sind (von 11 % auf 12 %). Der Anteil der Teilnehmer, die den Zugang zu Finanzmitteln als größtes Problem nannten, blieb mit 16 % weitgehend unverändert. Der Erhebung zufolge unterscheiden sich die Finanzierungsbedingungen für KMUs im Euroraum von Land zu Land nach wie vor erheblich; im Allgemeinen stellen sie sich für KMUs schwieriger dar als für größere Unternehmen.

Die Umfrage wurde gemeinsam von der EZB und der Europäischen Kommission durchgeführt. Neben den Fragen, die halbjährlich gestellt werden, um die jüngste Entwicklung der Finanzierungsbedingungen von Unternehmen im Euro-Währungsgebiet einzuschätzen, beinhaltete die Erhebung Zusatzfragen zum Wachstum der KMUs und zu den Faktoren, die dieses Wachstum ihrer Ansicht nach behindern. Die Umfrage findet in dieser besonderen Ausgestaltung alle zwei Jahre statt.

Der Bericht über die Ergebnisse der Umfrage findet sich zusammen mit detaillierten statistischen Tabellen mit zusätzlichen Aufschlüsselungen auf der Website der EZB unter www.ecb.europa.eu im Abschnitt „Statistics“ unter „Monetary and financial statistics“/„Surveys“/„Access to finance of SMEs“.

Quelle: Deutsche Bundesbank