CFD-Trading

Börse Frankfurt
Beim CFD-Trading, d.h. beim Handel mit Contracts for Difference(Differenzkontrakten), spekuliert ein Anleger auf Kursdifferenzen beim Basiswert(Underlying), um durch die korrekte Einschätzung der Kursbewegung eine positive Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufswert(Spread) zu erzielen.
Im Rahmen des CFD-Tradings hinterlegt der Anleger statt des Gesamtpreises des Basiswertes (z.B. Aktien, Indizes, Rohstoffe) eine anteilige Sicherheitsleistung(Margin) auf die zu Grunde liegende Position, wodurch sich ein Hebeleffekt (Leverage) ergibt. Durch diese Hebelwirkung können bereits geringe Kursbewegungen, in Abhängigkeit vom gewählten Hebel, hohe Gewinne bzw. Verluste generiert werden.

CFDs gehören zur Gruppe der derivaten Finanzinstrumente und werden außerbörslich über den sogenannten OTC-Markt (over-the-counter-market) gehandelt. Da für CFDs weder Fristigkeiten noch Fälligkeiten gelten, werden diese im Unterschied zu den meisten anderen Derivaten nicht zu den Termingeschäften gezählt.

Pro
CFD-Trading ermöglicht durch den Marginhandel eine Kapitalmarktpartizipation mit geringem Kapitaleinsatz. Aufgrund der Tatsache, dass sowohl auf Kursverluste(short) als auch Kursgewinne(long) spekuliert werden kann, können auch bei fallenden Kursen Gewinne generiert werden. Das „Glattstellen“ von Positionen, die eine Mindestschwelle unterschreiten, minimiert das Risiko eines Totalverlustes.

Contra
Nichtsdestotrotz gehören CFDs den hoch spekulativen Investments an. Wird auf die falsche Kursänderung spekuliert, können die Verluste abhängig vom gewählten Hebel sehr hoch sein.

Daher ist CFD-Trading nicht für alle Investoren, sondern lediglich für die Akteure geeignet, die genügend Erfahrung und das entsprechende Fachwissen vorweisen und potentielle Kapitalverluste finanziell tragen können. Der Hebeleffekt bewirkt nicht nur hohe Gewinne, sondern auch hohe Verluste und eine Markteinschätzung kann sehr schnell falsch sein.