Hypothek

Unter einer Hypothek versteht man ein Grundpfandrecht auf ein Gebäude oder ein Grundstück. Eine Hypothek ist immer im Grundbuch vermerkt. Wer Wohneigentum erwirbt und dieses über eine Bank finanziert, muss die Hypothek entsprechend im Grundbuch eintragen. Die Hypothek dient der Bank als Sicherheit.
Sobald ein Kaufvertrag unterschrieben ist, veranlasst der Notar die Eintragung ins Grundbuch. Wenn das komplette Darlehen an die Bank zurückgezahlt wurde, kann die Eintragung aus dem Grundbuch entfernt werden.
Eine Hypothek hat entsprechende Vor- und Nachteile.

Vorteile:
- Durch eine Hypothek kann man ohne große Geldsummen Wohneigentum erwerben.
- Die Hypothek dient dem Geldgeber (Kreditinstitut) als Sicherheit.
- Der Darlehensnehmer kann das erworbene Wohneigentum anmelden.
- Durch das Darlehen wird ein Vermögenssteuerabzug gewährleistet.
- Der Darlehensnehmer muss keine Einkommensteuer auf den Wohnungskauf bezahlen.

Nachteile:
- Ein großer Nachteil ist die Überzahlung der Wohnung (sie beinhaltet die Pflichtversicherungsbeiträge und die Zinssätze der Hypothek).
- Es entstehen Sonderkosten für Notar (Eintragung ins Grundbuch) und Bank (Darlehenskontoführung).
- Die Gemeinkosten können bis zu 10 Prozent des Wohnungskaufes ausmachen.
- Bei der Aufnahme einer Hypothek müssen gewisse Anforderungen erfüllt werden (Bestätigung des Einkommens, fester Arbeitsplatz, kein negativer Schufa Eintrag und evtl. einen Kreditbürgen).

Bevor man eine Hypothek aufnimmt, sollte man sich alle Vor- und Nachteile gründlich ansehen und genau überlegen ob eine Hypothek in Frage kommt oder nicht. Durch die Finanzkrise haben die Banken ihre Auflagen teilweise erhöht. Allerdings ist durch mehr Wettbewerb bei den Banken die Chance auf eine Hypothek gestiegen.