Private Altersvorsorge

Als Private Altersvorsorge werden alle Maßnahmen bezeichnet, die ein Erwerbstätiger während seines Lebens bis zum Renteneintrittsalter ergreift, um seinen gewohnten Lebensstandard dauerhaft aufrechterhalten zu können.
Dabei stützt sich das System der Altersvorsorge im Wesentlichen auf 3 Säulen.
Zum einen ist da die gesetzliche Vorsorge die durch die Einzahlung von Pflichtbeiträgen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert wird.
Weiterhin existiert die ergänzende erwerbsbasierte Altersvorsorge. Darunter werden die Betriebliche Altersvorsorge und die Zusatzversicherung des Öffentlichen Dienstes verstanden.
Der Teil allerdings, der seit einigen Jahren immer mehr an Bedeutung zunimmt, ist die Private Altersvorsorge. Hier sind verschiedene Sparformen möglich. Der Sparer bzw. Anleger kann wählen zwischen Aktien Fonds-Sparplänen, Riester-Rente, Rürup-Rente, Lebensversicherung, Rentenversicherung, normalem Sparplan oder dem Erwerb von Immobilienbesitz.

Seit mehreren Jahren wird die Wichtigkeit der Privaten Altersvorsorge immer stärker propagiert. Das erfolgt vor allem vor dem Hintergrund, dass das Rentenniveau immer weiter sinkt, weil der sogenannte Generationenvertrag durch den demografischen Wandel innerhalb der Gesellschaft nicht mehr funktioniert. Aktuell kann ein Rentner beim Eintritt in den Altersruhestand mit einer Rente von ca. 40 Prozent seines Bruttoeinkommens rechnen. Das genügt in keinem Fall um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Aus diesem Grund werden Beiträge und Zulagen zur Privaten Altersvorsorge im Rahmen der Aufwendungen für Altersvorsorge steuerlich berücksichtigt.
Wesentliches Merkmal von Produkten der Privaten Altersvorsorge ist, dass sie nicht beliehen, veräußert oder vererbt werden können, und das sie Pfändungsfrei sind.
Ausgenommen davon ist die Riester-Rente, da die innerhalb der Ansparphase eingezahlten Beiträge und die erhaltenen Zulagen sehr wohl in die Erbmasse einfließen.

Vor dem Abschluss einer Privaten Vorsorge, sollte sich der Sparer unbedingt über die Gewinn- bzw. Renditeerwartungen des Produktes informieren, und sich vor allem die Kostenstruktur bei der Verwaltung des Vertrages offen legen lassen.
Die Riester-Rente ist beispielsweise eine Anlage mit einem hohen Verwaltungsaufwand und verteilt die entstehenden Kosten selbstverständlich auf die Sparer.